HomeAktuellesOldtimer Landmaschinen und Traktorentreffen Sand 19.06.-20.06.2004

Oldtimer Traktoren und Landmaschinen Treffen im Sand/Schönbühl 19.-20. Juni 2004

Am 19. Juni war es wiedermal soweit. Nach zwei Jahren fand wieder ein Alteisentreffen im Sand statt. Diesmal wurde das 10 jährige bestehen der Freunde alter Landmaschinen Sektion Bern FALBE gefeiert. Wie schon vor zwei Jahren waren wir natürlich dabei. Dieses konnten wir sogar mit zwei Dampfwalzen daran teilnehmen.

Eigentlich wollten wir mit der Aveling und unserer Ammann Dieselwalze Nr.8 im Sand aufkreuzen. Unmittelbar nach dem Ostertreffen in Bundkofen machten wir uns daran die Nr.8 auf Vordermann zu bringen. Wir hatten uns vorgestellt, dass sie bis zum Treffen im Sand fertig sei. Kurz nach Beginn der Arbeiten entschieden wir uns jedoch, sie nicht nur leicht zu restaurieren, sondern wir unterzogen sie gleich einer Hauptrevision. Somit fiel die Nr. 8 aus. Aber Stefan hat zwei angemeldet. Nur mit einer Walze wollten wir natürlich nicht hinfahren. Also suchten wir Walzenfahrer, welche mit Henninger mitkommen wollten. Wir brauchten gar nicht lange zu suchen und wir hatten eine zweite Mannschaft komplett.
Am Samstag morgen 4.00 Uhr machten sich Erika Nussbaum, Michael Nussbaum und Roger Henchoz beim Schulhaus ans Anheizen der Henninger. Zur gleichen Zeit waren Otto Hadorn und ich mit der gleichen Arbeit beim Walzenhaus beschäftigt. Das Anheizen klappte bei beiden Walzen ohne Probleme, so dass wir um ca. 8 Uhr gemeinsam den langen Weg in den Sand unter die Walzen nehmen konnten. Beide Walzen hatten einen Wasserwagen, der zusätzlich noch mit Brennholz beladen war, bei sich. Bei der Henninger zeigte sich jedoch schon in Schwanden ein Problem. Das von uns gesägte Holz war für die Henninger Feuerbüchse ca. 5cm zu lang. So konnte wegen, in der Feuerbüchse quer verkeilten Holzstücken, nicht richtig Dampf gemacht werden. Bei einem ca. 15 Minuten dauernden Halt wurde jedoch der nötige Dampfdruck doch noch erreicht jedoch diesmal mit einem Kohle-Koks Gemisch. Die Aveling wurde weiter mit Holz geheizt.
In Schönbrunnen machten wir einen kurzen Schmierhalt, anschliessend ging es ohne Verzögerung weiter Richtung Sand. Auf der Henninger leistete Erika Nussbaum eine hervorragende Arbeit. Sie war Steuerfrau, sie machte das zum ersten Mal und hatte die Bertha (Taufname der Walze) voll im Griff. Roger Henchoz hatte nun auch alles unter Kontrolle mit dem Feuer. Am Regler der Aveling stand Otto und Beat Hadern wie gewohnt am Steuer. Am Vortag hatten wir noch eine neue Strecke ausgekundschaftet, damit wir nicht durch die Kreisel in Schönbühl mussten. Der Weg war denkbar einfach, beim alten Schonbühlbahnhof rechts Richtung Shoppyland, dann Richtung Truppenlager. So kommt man auf direktem Weg in den Sand ohne den Verkehr beim Jumbo zu behindern.
Im Sand angekommen, es war kurz vor halb 11 Uhr, stellten wir unsere Walzen an den gewohnten Standplatz direkt vor dem Festzelt. Nachdem die Walzen aufgerüstet waren konnten sich die Walzenführer/in ebenfalls verpflegen. Der Suure Mocke mit Kartoffelstock war ein Traum. Anschliessend fuhren wir mit unseren Walzen etwas auf dem Gelände herum, was leider wegen des mangelnden Platzes gar nicht so einfach war. Trotzdem schafften wir es immer wieder mit unseren Walzen zu der am Waldrand oben gelegenen Festwirtschaft von Mathys Hans zu gelangen. Einige taten sich etwas schwer mit Wenden, so dass sie den Weg rückwärts wieder runterfahren mussten.
Gegen halb 5 Uhr Abends kündigte sich ein Gewitter an, welches mit recht intensiven Regefällen alle Ehre machte. Glücklicherweise waren wir gerade bei der Festwirtschaft am Waldrand. Wir flüchteten sofort zu Housi in die Küche, was uns sogleich etwa 30 Personen nachahmten. Nach ungefähr 30 Minuten war der Spuk vorbei. Ebenso hatten sich die meisten Zuschauer auf den Heimweg gemacht. Nachdem es etwas abgetrocknet hatte, montierten wir am Waldrand unsere Zelte. Michu, Steffu und Beat übernachteten im Sand. Doch vorher ging in der Festwirtschaft noch so richtig die Post ab.
Am nächsten Morgen machten wir uns sogleich ans anheizen, damit wir so rasch wie möglich fortfahren konnten. Freundlicherweise durften wir die Walzen direkt neben die Küche von Mathys Housi stellen. Dort wo normalerweise die Festbänke stehen. Bis die ersten Gäste waren wir jedoch längstens weg. Am Sonntag gab es einen Wechsel bei beiden Walzenmannschaften. Die Henninger übernahm Marcel Kurmann als Heizer und Roger fungierte als Steuermann. Bei der Aveling übernahm Stefan Iseli den Job von Otto. Leider konnten wir nicht mehr so viel herumfahren wie am Vortag, da es sehr viele Leute hatte, aber vor allem wegen den Fahrzeugpräsentationen, welche auf dem Hauptweg stattfanden. Nach einem feinen Mittagessen machten wir uns um halb 3 Uhr auf den Heimweg Richtung Schüpfen. Der Weg führte uns jedoch nicht direkt nach Hause. Wir hatten noch ein Rendezvous mit Küre, dem Wirt vom Rössli. Wir hatten vorher mit ihm abgemacht, dass wir mit den Walzen beim Restaurant eine Fotosession machen. Nachdem die Fotos im Kasten waren und jeder von uns mit einem kühlen Bier belohnt wurde, machten wir uns endgültig auf den Heimweg. Nachdem alles verräumt war, genehmigten wir uns noch ein Bierchen im Walzenhaus und liessen das erfolgreiche Wochenende noch mal in Gedanken Revue passieren.

Falls das Treffen trotz anderslautenden Gerüchten wieder im Sand stattfinden sollte, werden wir sicher wieder mit dabei sein.